Bei der amtlichen Gebäudeeinmessung sind Öffentlich bestellte Vermessungsingenieure erforderlich

Amtliche Gebäudeeinmessung – notwendig nach der Bauabnahme

Nach Fertigstellung oder Umbau eines Gebäudes erfolgt die Bauabnahme durch die Bauordnungsbehörde und im Anschluss eine Meldung über den Vorgang an das zuständige Katasteramt. Dieses fordert wiederum den jeweiligen Grundstücks-eigentümer dazu auf, das besagte Gebäude durch einen Öffentlich bestellten Vermessungsingenieur einmessen zu lassen.

Die amtliche Gebäudeeinmessung – verpflichtend für Eigentümer

Der § 16 VermKatG NRW verpflichtet die jeweiligen Eigentümerinnen und Eigentümer oder Erbbauberechtigten, das neue Gebäude oder Grundriss-veränderungen an Bestandsgebäuden auf eigene Kosten einmessen zu lassen. Die Gebäudeeinmessung dient dem aktuellen Nachweis der Gebäude im Liegenschaftskataster.
Die Aktualität im Liegenschaftskataster ist unerlässliche Grundlage für den privaten Grundstücksverkehr (Grundbuch, Hypotheken), für städtebauliche Belange sowie für Ver- und Entsorgungsbetriebe (Strom, Gas, Wasser, Telefon). Ferner erkennen Banken als Hypotheken- oder Grundschuldgeber in der Regel eine amtliche Katasterkarte oder eine Grenzbescheinigung als Nachweis über die ordnungsgemäße Durchführung der finanzierten Baumaßnahme an. Nebenbei wird auch die Anbindung an das öffentliche Straßennetz nachgewiesen.

Die amtliche Gebäudeeinmessung – ein genau definiertes Feld

Unter die Einmessungspflicht fallen alle dauerhaften baulichen Anlagen, die begehbar sind, dem Schutz von Menschen, Tieren, Sachen oder der Produktion von Wirtschaftsgütern dienen. Umbauten oder Aufstockungen, bei denen der Gebäudegrundriss unverändert blieb, sind von der Einmessungspflicht nicht betroffen. Dies gilt auch für Gebäude mit einer Grundrissfläche unter 10 m² oder Gebäude geringerer Bedeutung (überdachte Stellplätze, mobile Bauten).

Die amtliche Gebäudeeinmessung – alles aus einer Hand

Wir beraten Sie gerne über die erforderlichen Arbeiten, den Verfahrensablauf und die anfallenden Gebühren. Diese ermäßigen sich nicht unerheblich, wenn eine weitere amtliche Vermessung im örtlichen und zeitlichen Zusammenhang durchgeführt wird. Denkbar ist hier beispielweise eine gemeinschaftliche Gebäudeeinmessung mit einem oder mehreren Gebäuden auf benachbarten Grundstücken.